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Aktuelles

 

Highlight

… aber nicht ohne Stolz präsentieren wir ein echtes Highlight, quasi die Kirsche auf der Torte: das Modul „Fortbildung to go" in der GPM-App. Ausgewählte Paper werden Ihnen in Form eines Expertengesprächs als Audiodatei direkt in der GPM-App als Fortbildung für unterwegs eingespielt. Dieses Format entsteht mit Hilfe von KI, auch die Stimmen sind künstlich erzeugt. Aber: Alle Folgen sind von den GPM-Expertinnen und -Experten probegehört und auf Richtigkeit kontrolliert. Für GPM-Mitglieder ist „Fortbildung to go" kostenlos, und Monat für Monat kommen rund fünf neue Folgen dazu. So geht's in der App: in der Bedienleiste am unteren Bildschirmrand auf „Für dich" tippen, dann auf „Fortbildung to go" und einfach loshören! Ebenso finden Mitglieder die Audios in unserem Angebot „Fachliteratur kompakt" unter www.fachliteratur-kompakt.de, und zwar jeweils direkt beim passenden Paper zum Anhören. Check it out! Noch nicht Mitglied? „Fortbildung to go" in der GPM-App und „Fachliteratur kompakt" gehören zu den exklusiven Vorteilen einer GPM-Mitgliedschaft. Der Beitritt ist unkompliziert online möglich – [Jetzt Mitglied werden]

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GPM-Redaktion

Veranstaltungen

Institut für Veterinär-Anatomie, -Histologie und -Embryologie, Justus-Liebig-Universität Gießen

Veranstaltungsort

35398 Gießen

Hessen

Details »

Datum

18.09.2026
08:15 Uhr

Pferdeklinik Burg Müggenhausen

Veranstaltungsort

53919 Weilerswist

Details »

Datum

02.10.2026
10:15 Uhr

News

Podcast

Unterschätzte Gefahr oder überdiagnostizierte Erkrankung? Borreliose ist in der Pferdewelt ein viel diskutiertes Krankheitsbild. Dabei beginnt die Schwierigkeit schon bei der Diagnose: Borrelien können sehr unterschiedliche und unspezifische Symptome verursachen – gleichzeitig sind klinische Erkrankungen beim Pferd vergleichsweise selten. Ein positiver Antikörpertest zeigt zunächst lediglich, dass das Pferd irgendwann Kontakt mit dem Erreger hatte. Er beweist weder eine aktuelle Infektion noch, dass bestehende Beschwerden tatsächlich durch Borrelien verursacht werden. In dieser Folge erklären Professor Karsten Feige und Dr. Frederik Heun von der Pferdeklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wie Borrelien durch Zecken übertragen werden und warum der Faktor Zeit dabei eine entscheidende Rolle spielt. Sitzt eine Zecke weniger als zwölf Stunden am Pferd, gilt eine Übertragung nach den Erläuterungen im Gespräch als sehr unwahrscheinlich; zwischen 16 und 24 Stunden steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit. Der Grund dafür liegt in einem faszinierenden Mechanismus: Erst während der Blutmahlzeit wandern die Borrelien aus dem Darm der Zecke in deren Speicheldrüse und verändern dabei ihre Oberflächenstruktur. Ausführlich geht es um die schwierige Diagnostik der Borreliose. Welche Aussagekraft haben Antikörpertests? Was verraten unterschiedliche Oberflächenantigene über den Zeitpunkt einer Infektion? Und warum müssen zunächst andere, wahrscheinlichere Ursachen für Lahmheiten, Leistungsabfall oder neurologische Symptome ausgeschlossen werden? Die Experten erklären das „Vier-Säulen-Modell“ der Diagnostik und zeigen, weshalb ein Laborbefund niemals isoliert betrachtet werden sollte. Auch der Einsatz von Antibiotika wird kritisch beleuchtet. Behandelt werden sollte nicht allein aufgrund eines positiven Antikörpertests, sondern bei einer nachgewiesenen Erkrankung oder einem entsprechend erhärteten klinischen Verdacht. Unnötige Antibiotikagaben können Nebenwirkungen verursachen und die Entstehung von Resistenzen fördern. Außerdem richtet die Folge den Blick auf andere durch Zecken übertragene Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem Anaplasmose, FSME und Piroplasmose. Gerade die Anaplasmose wird bei Pferden regelmäßig beobachtet und kann unter anderem hohes Fieber, Ödeme an den Gliedmaßen und punktförmige Einblutungen hervorrufen. Die Experten berichten zudem, dass sich Vektoren und die von ihnen übertragenen Erkrankungen zunehmend weiter nach Norden ausbreiten. Und schließlich geht es um die Frage, was Pferdehalter selbst tun können. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist erstaunlich einfach: Zecken regelmäßig suchen und möglichst früh entfernen. Auch Repellentien und die Möglichkeiten einer Impfung werden eingeordnet. Eine Folge über ein Krankheitsbild, bei dem vor allem eines wichtig ist: Borrelienkontakt, Infektion und tatsächliche Borreliose sind nicht dasselbe. Und genau diese Unterscheidung kann Pferde vor unnötiger Behandlung schützen und helfen, die wirkliche Ursache ihrer Beschwerden zu finden. <iframe src="https://pferdemedizin-heute.podigee.io/43-neue-episode/embed?context=external&theme=default" style="border: 0" frameBorder="0" height="150" width="100%"></iframe>

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GPM-Redaktion

18. September 2026

News

Seit 21.05.2025 gilt die neue Positivliste für Equiden - doch die alte Positivliste wird erst zum 21.05.2027 aufgehoben. Für den 2-jährigen Übergangszeitraum gelten beide Listen parallel, sodass in dieser Zeit 113 Stoffe in 118 Einträgen bei lebensmittelliefernden Equiden zusätzlich zu den in Tabelle 1 der Verordnung (EU) Nr. 37/2010 gelisteten Stoffen angewendet werden dürfen. Eine Übersicht über diese 113 Stoffe finden Sie in der Tabelle des Deutschen Tierärzteblatts. In der neuen Positivliste wurden 25 Stoffe neu aufgenommen (u.A. Cetirizin, Dexmedetomidin, Misoprostol) und 38 Stoffe gestrichen (u.A. Budesonid, HES, Midazolam, Sevofluran). Da es zu deutlichem Widerspruch aus Fachkreisen gegen die Streichung einer Reihe von Stoffen kam, bestand bis September letzten Jahres die Möglichkeit für Mitgliedsstaaten, neue Erkenntnisse zu liefern um doch noch die Aufnahme relevanter Stoffe in die neue Liste zu bewerkstelligen. Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1810 wurde dieses Jahr sowohl die "alte Positivliste" als auch die "neue Positivliste" geändert. Da es in der Durchführungsverordnung zu Stoffstreichungen kam, dürfen diese trotz Übergangsregelung seit dem 28.07.2026 nicht mehr angewendet werden. Dabei handelt es sich um Digoxin, Dorzolamid, Griseofulvin, Imipramin, Ketoconazol (zur systemischen Anwendung), Phenytoin und Ticarcillin. In die "neue Equidenliste" wurden Ketoconazol (zur topischen Anwendung) sowie Midazolam und Sevofluran (für gewisse Indikationen) aufgenommen, diese dürfen also auch nach dem Übergangszeitraum bei zur Schlachtung vorgesehenen Equiden angewendet werden. Die Änderungen traten am 28.07.2026 in Kraft. Die mit der Anwendung verbundene Eintragung in den Equidenpass mit einer Wartezeit von 6 Monaten bleibt unverändert.

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GPM-Redaktion

17. September 2026

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