Das Landgericht Koblenz weist die Schadensersatzklage gegen eine Tierärztin ab. Diese konnte nachweisen, dass sie nach zwei engmaschigen Untersuchungen in der Frühträchtigkeit zu einem weiteren Untersuchungstermin zur Abklärung einer Zwillingsträchtigkeit geraten hatte, der von den Stutenbesitzern jedoch nicht beauftragt wurde. Dieses Urteil unterstreicht die Bedeutung der Aufklärung und Dokumentation sowie die Notwendigkeit im Zwillingsmanagement auf eine Nachuntersuchung im geeigneten Zeitraum (ca. 28.- 35. Trächtigkeitstag) hinzuweisen. Lesen Sie HIER die Urteilszusammenfassung (Landgericht Koblenz – Urteil vom 21.11.2023 – Aktenzeichen 1 O 2/21).
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Atypische Weidemyopathie: Erhöhtes Risiko im Herbst
Derzeit treten wieder vermehrt Fälle von atypischer Weidemyopathie auf. Die schwerwiegende, häufig lebensbedrohliche Muskelerkrankung entsteht, wenn Pferde Samen und Keimlinge von Ahornbäumen aufnehmen. Das Risiko ist im Herbst durch herabfallende Samen und im Frühjahr durch Keimlinge besonders hoch. Verantwortlich ist das Toxin Hypoglycin A aus dem Bergahorn. Es stört den Energiestoffwechsel der Muskelzellen und kann so zu schweren Muskelschäden führen. Diagnostik Vorbericht: Weidehaltung und möglicher Kontakt zu Ahornbäumen Klinische Untersuchung und passende Symptomatik Bestimmung der Muskelenzyme CK und AST im Blut Nachweis von Hypoglycin A bzw. seiner Stoffwechselprodukte im Blut Therapie Betroffene Pferde benötigen häufig eine intensivmedizinische Betreuung in einer Pferdeklinik. Je nach Schweregrad gehören dazu eine intensive Infusionstherapie mit Elektrolytausgleich, Schmerzmanagement, eine stress- und bewegungsarme Umgebung sowie engmaschige Überwachung und unterstützende Intensivtherapie. Gute Aufklärung der Pferdebesitzer:innen und eine konsequente Weidekontrolle sind wichtige Maßnahmen, um das Erkrankungsrisiko zu senken. Eine kompakte Übersicht hat die Klinik für Pferde der TiHo Hannover auf Instagram HIER zusammengestellt. Zum Weiterhören In einer Folge des Podcasts „Equine Vet News“ sprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Victoria Kratzmann über Klinik, Pathophysiologie und toxische Ursachen der atypischen Weidemyopathie. Im Mittelpunkt stehen drei Studien aus dem Jahr 2025. Zur Folge geht es HIER.
Lesen »GPM-Redaktion

