Pferden mit Asthma erzielte die orale Gabe von Omega 3 mehrfach ungesättigten Fettsäuren (P FAs) in Kombination mit einer staubarmen Reaktion eine Verbesserung der klinischen Symptome und der Entzündung. Docosahexansäure (DHA) wird dosisabhängig in Zellmembran eingebaut. Die Arachidonsäure (AA) ist eine Omega-6 PUFA welche eine bedeutende Rolle bei der Synthese von proinflammatorischen Eicosanoiden spielt. Der entzündungshemmenden Effekt durch DHA könnte darauf beruhen, dass wenn die Level von DHA ansteigen gegenläufig die Werte der Pro inflammatorischen Eicosanoiden sinken. Auf welchen Wirkungen die Veränderung des Leukozytenmetabolismus der unteren Atemwege beim Pferd durch Omega-3 PUFA beeinflusst wird ist unbekannt. Alveolarmakrophagen spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung von pathogenen, Partikel und Umgebungsantigen der unteren Atemwege und der Koordination der Immunantwort. Es existieren unterschiedliche Phänotyp der Makrophagen, welche zum einen proinflammatorisch sind (M1) und zum anderen entzündungshemmend und positiv für die Reparatur (M2) sind.
Die metabolische Aktivität ist Viren verbunden mit dem Phänotyp der Makrophagen. Unter Homöostase weisen Alveolarmakrophagen in der Regel eine geringe Ausprägung der Glykoldüse auf aufgrund von niedrigen Glukosekonzentration in ihrer Umgebung. Neuere Untersuchungen des Surfactant Lipidprofil der bronchoalveolären Lavage Flüssigkeit konnten nachweisen, dass signifikante Unterschiede der Zusammensetzung bei Pferden mit Asthma nach Exposition gegenüber Heu aufgetreten waren. Des Weiteren veränderte die Supplementierung von DH und eicosapentaenoic acid (EPA) eine Veränderung im Surfactant. Auch das Proteom der BALF unterschied sich zwischen Pferden mit Asthma bzw. gesunden Tieren. Somit Als Wadi dieser Studie zugrunde liegende Hypothese, dass ein Supplement mit DH das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 im Plasma reduzieren würde, den Metabolismus der Alveolarmakrophagen verändert sowie die Protein und Lipidprofil in der BALF bei gesunden Pferden.
Es handelte sich um eine prospektive sequenzielle placebokontrollierte Studie bei 7 gesunden adulten Pferden. Es wurden 2-malig bronchoalveolären Lavage Proben genommen einmal vor und einmal nach einer 45-tägigen oralen Gabe eines Placebos und nach einer 45-tägigen Gabe von 30g eines kommerziell erhältlichen DHA-Supplement. Zwischen diesen Fragen eine 14-tägigen Wash-Out Periode. Das 30g DHA-Supplement enthielt: 1.500 mg Docosahexaensäure, 5.000 mg Methylsulfonylmethan, 2.000 mg Pilzmischung, 1.000 mg Ascorbinsäure, Luzernemehl, gemahlene Pfefferminze, Pfefferminzextrakt, gemischte Tocopherole und Propionsäure. Des Weiteren wurden Blutproben entnommen nach der Placebo Verabreichung und nach der Verabreichung von DH A-Supplement. Die bronchoalveoläre Lavage Proben wurden zytologisch untersucht. Es erfolgte ebenfalls eine Messung der Sauerstoffverbrauchsrate und der extrazellulären Ansäuerungsrate der Alveolarmakrophagen. Auch wurden Lipid und Proteinprofile in der BALF-Überstand erfasst.
Die Supplementierung mit DHA bewirkte eine signifikante Verringerung des Verhältnisses zwischen Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren im Vergleich zum Placebo. Dagegen war das durchschnittliche Verhältnis von DHA zur Arachidonsäure signifikant höher im Vergleich zur Kontrollgruppe. Dies beruhte auf einem Anstieg der Plasmakonzentration von DHA. Die durchschnittliche basale Sauerstoffkapazität der Alveolarmakrophagen stieg nach der Supplementierung mit DHA im Vergleich zur Placebo-Gabe. Dies deutet auf einen gesteigerten aeroben Metabolismus hin sowie auf einen gesteigerten mitochondrialen Metabolismus. Eine verbesserte mitochondrialen Metabolismus ist notwendig für antiinflammatorische Reaktionen der M2-Makrophagen. Auch die maximale Sauerstoffkapazität der Alveolarmakrophagen stieg aufgrund der Supplementierung an. Alveolarmakrophagen mit einer hohen maximalen Sauerstoffkapazität mit können adäquater auf Infektionen oder Umgebungsstressoren reagieren.
Keinen Einfluss der DH zeigte sich in Hinblick auf die durchschnittliche basale extrazelluläre Ansäuerungsrate. Doch war die mittlere maximale Ansäuerungsrate nach der Supplementierung mit DHA signifikant niedriger im Vergleich zu Placebo. Durch die DH einer-Supplementierung waren 339 von 3009 identifizierten Proteinen in dem Überstand der bronchoalveoläre Lavage Flüssigkeit signifikante höher im Vergleich zur Placebogabe. Und bei 150 Proteine Lagen signifikante geringerer Konzentration vor. Im Hinblick auf die Lipide unterschieden sich 177 signifikante davon lagen 13 in höherer und 164 in geringerer Konzentration nach der DH A-Supplementierung vor. Die Veränderungen der Proteine und Lipide gegenüberstand der BAL aufgrund der Supplementierung mit DHA betrafen Proteine und Lipide welche in metabolischen und antiinflammatorischen Fliegen involviert sind. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ergebnissen konnte keine Veränderung der zytologischen Befunde der BALF während des Studienzeitraums festgestellt werden.
Zusammenfassend zeigen die Studienergebnisse, dass eine 45-tägige orale DHA-Supplementierung den aeroben Metabolismus der Alveolarmakrophagen steigert durch Erhöhung der basalen und maximalen Sauerstoffkapazität und die Protein und Lipidprofile im BAL Überstand verändert. Insgesamt vermuten die Autoren aufgrund dieser Ergebnisse dass eine orale DHA-Supplementierung ein antiinflammatorisches Profil in den unteren Atemwegen fördern würde und somit sich positiv bei Pferden mit einer subklinischen Atemwegs Entzündung bzw. bei Pferden welche sich in einer die Atemwege triggernde Umgebung sich befinden.
